Amphibio und Truline-Technology von Elan: Eine Technologie, viele Anwendungsformen

Das offizielle Motto des traditionsreichen slowenischen Skiherstellers lautet zwar „Always Good Times“, doch wenn man sich anschaut, was Elan so macht, könnte man sich durchaus noch das ein oder andere (etwas längere) Motto vorstellen. Zum Beispiel dieses: Wenn man erstmal ein Technologie ge- bzw. erfunden hat, die gut funktioniert, dann bleibt man dabei und wendet sie in so vielen Formen an, wie irgendwie möglich.

Amphibio Truline: Das Bewährte noch besser machen

Denn genau das macht Elan mit seiner legendären Amphibio-Technologie: Seit man im Jahr 2010 das erste Mal Ski mit dieser Technologie auf den Markt gebracht hat, ist man bei ihr geblieben. Und nicht nur das: Weil sie so gut funktioniert hat, hat Elan sie nicht nur bei der „Amphibio“ benannten Pistenski-Serie angewendet, sondern im Laufe der Zeit auch bei den Elan-Damenski und den Allmountain-Ski.

Ein weiteres Motto von Elan könnte lauten: Dass eine Technologie gut funktioniert, heißt noch lange nicht, dass man sie nicht noch verbessern könnte. Denn in diesem Winter bringt Elan bereits die dritte Generation der Amphibio-Ski auf den Markt und hat mit der brandneuen Truline-Technologie noch mal kräftig nachgebessert.

Aber was genau heißt das: Amphibio und Truline-Technologie? Was unterscheidet diese Ski von anderen, und was nützt es dem Fahrer?

Die Idee hinter dem Amphibio-Prinzip ist eigentlich erstaunlich simpel: Um die Präzision und den Kantengriff eines Renn-Skis mit der leichten Drehbarkeit eines Rockers zu verbinden, baut Elan Ski mit asymmetrischem Profil, bei denen also linker und rechter Ski genaue Gegenstücke sind. Was das bewirkt? Wenn man sich die Ski richtig herum unter die Füße schnallt, hat man an den Innenkanten einen traditionell bis zur Skispitze vorgespannten Ski, der eine präzise und scharfe Schwungeinleitung und einen stabilen Kantengriff über die gesamte Skilänge erlaubt. Die Außenkante hingegen endet an der Skispitze in einer Aufbiegung, die wie ein Rocker funktioniert, also fehlerverzeihend wirkt und sanfte und einfache Übergänge von Schwung zu Schwung garantiert.

Mit der neuen Truline-Technologie reizt Elan das Prinzip der asymmetrischen Ski nun noch weiter aus: Das Ziel war es, den Skifahrer dabei zu unterstützen, möglichst immer klare, parallele Linien in den Schnee ziehen und saubere Schwünge fahren zu können.

Die Lösung: eine strategische und wiederum asymmetrische Verteilung des Materials. Um einen verbesserten Kantengriff und erhöhte Stabilität zu erreichen, werden mehr härtere und schwerere Materialien an den Innenseiten der Ski verbaut. Und um einen effizienten Energietransfer von Schwung zu Schwung und ein geschmeidiges und leichtes Drehen zu erreichen, sind die äußeren Kanten demgegenüber besonders leicht.

Und das gilt, wie gesagt, für eine ganze Reihe von ansonsten sehr unterschiedlichen Ski.

Elan Amphibio: Sportlich und drehfreudig zugleich

Da wären zum einen die Top-Pistencarver aus der Amphibio-Serie, der brandneue Elan Amphibio 18 Ti2 und der Elan Amphibio 16 Ti. Beide Ski sind sich relativ ähnlich: Beide sind mit einer 73-mm-Mittelbreite vor allem auf der präparierten Piste zuhause, funktionieren aber auch auf eher zerfahrenem Gelände oder bei ein paar Schwüngen neben der Piste. Für ausgedehnte Ausflüge in den Tiefschnee sind sie aber eher nichts. Beide Ski eignen sich sowohl für langgezogene Schwünge als auch für Kurzschwünge auf schmaler Piste.

Beide Ski bieten dank der Kombination aus Hartholzrahmen und weicherem Holzkern mit RST-Seitenwangen eine optimierte Kraftübertragung, ein geschmeidiges Flex-Verhalten und starken Kantengriff. Verbessert wird der Flex noch durch das integrierte Fusion X-Bindungssystem, wodurch Schwungeinleitung und Reaktionsschnelligkeit nochmals zunehmen. Komplettiert wird das Paket bei beiden Ski durch die Nano Tech Lauffläche, die dank der eingearbeiteten Nanopartikel aus Kohlenstoff die Gleiteigenschaften und Langlebigkeit der Ski verbessern.

Der einzige Unterschied? Der Elan Amphibio 18 Ti2 hat statt einer einfachen eine doppelte Titaniumeinlage über dem Holzkern – was ihn noch torsionssteifer und stabiler auch bei hohen Geschwindigkeiten macht, aber auch etwas kraftaufwändiger zu fahren. Das macht ihn zum ultimativen Ski für geschwindigkeitsbesessene Topfahrer, die auf Vielseitigkeit nicht verzichten wollen.

Der Elan Amphibio 14Ti und der Elan Amphibio 12 C gehen mit ihrer 76-mm-Mittelbreite einen Schritt weiter in Richtung Vielseitigkeit und ins Spielerische, ohne dass man deswegen auf guten Kantengriff auf harter Piste verzichten müsste. Verantwortlich dafür sind unter anderem die RST-Seitenwangen und der Pappelholzkern mit vertikal angesetzten Laminaten. Gerade der Amphibio 14Ti muss sich mit seiner Titanaleinlage in puncto Sportlichkeit nicht vor seinen schmaleren Namensvettern verstecken. Und auch der Amphibio 12 C bietet, auch wenn er es etwas leichter macht, wenn man mal etwas gemütlicher fahren möchte, dank der Carbon-Verstärkung ordentlich Stabilität.

Elan Wingman: Allmountain-Ski für jede Lebenslage

Auch in der neuen Wingman-Serie hat Elan das Amphibio-Profil und die Truline-Technologie zum Einsatz gebracht, um die Vorteile auch den Skifahrern zugänglich zu machen, die genauso oft auf wie neben der Piste unterwegs sein und ab und zu auch einen Abstecher in etwas tieferen Pulverschnee wagen wollen.

Für vielseitige und sportliche Könner eignet sich etwa der Elan Wingman 82 CTI, der als perfekter Begleiter für alle Arten von Gelände dafür sorgt, dass man mit dem Skifahren gar nicht mehr aufhören will. Dank seiner Titanal-Einlage, dem Holzkern und der SST-Seitenwange steht er immer stabil auf der Kante, die längs verlaufenden Carbon-Stäbe liefern einen extrem dynamischen Rebound und die leichte Schaufel lässt ihn nur so über den Tiefschnee hinwegschwimmen.

Ähnlich vielseitig ist der Elan Wingman 78 Ti. Dieser Ski ist besonders fehlerverzeihend und kraftsparend – und daher auch für Fahrer geeignet, die sich trotz wenig Erfahrung in jeder Art von Gelände ausprobieren möchten.

Elan Insomnia und Elan Imagine: Lady-Carver mit Amphibio Truline

Natürlich findet die Amphibio-Truline-Technologie auch bei den neuen Damen-Ski Anwendung.

Für die Topfahrerinnen eignet sich etwa der Elan Amphibio Insomnia, der in puncto Sportlichkeit den Top-Pistenmodellen für Herren in nichts nachsteht. 73-mm-Mittelbreite, Titaniumeinlage und RST-Seitenwange sorgen für besten Kantengriff, Wendigkeit und Laufruhe, während der Holzkern mit einem speziell auf Damen abgestimmten Flex glänzt. Damit steht weder kurzen noch langen Schwüngen bei hoher Geschwindigkeit auf der präparierten Piste noch irgendwas im Wege.

Eine etwas entspanntere Variation und noch mehr Vielseitigkeit bietet der etwas breitere Elan Imagine, der sich vor allem für lockeres Cruisen eignet, aber auch höhere Geschwindigkeiten ohne Probleme wegsteckt.

Alle diese Ski sind sehr unterschiedlich, und doch haben sie eins gemeinsam: Dank der Besonderheiten der Amphibio-Truline Technologie schaffen sie es, Sportlichkeit und vergleichsweise leichtes Handling unter einen Hut zu bringen.

Mehr zu Elan Amphibio:

▶ SKITEST Sport Performance 2019/20: ELAN Amphibio 18 Ti2

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