Ski-Neuheiten bei K2

In dieser Saison hält K2 unserer Meinung nach besonders zwei Neuentwicklungen parat: den neuen Turbo Charger und die überarbeitete iKonic-Reihe. Was genau hat es mit diesen Neuentwicklungen auf sich? Wir haben ein Interview mit Ex-Rennläufer und K2 Sales Manager Ski für Europa Stefan Stankalla geführt.

Die Charger Linie sowie die überarbeitete iKonic-Serie wurden in enger Abstimmung mit den K2 Ingenieuren entwickelt. Der Turbo Charger als Kurzschwung-orientierter Ski fehlte in der Linie von sportlichen Pistenskiern. Die neuen iKonic Ski, wie der iKonic 84 TI und iKonic 80 TI, wurden speziell auf die Anforderungen der europäischen Pisten und Schneebedingungen abgestimmt und zeigen sich wesentlich sportlicher mit viel Stabilität, Kantengriff und Agilität.

K2 hat sich ja bereits im letzten Winter mit den Charger-Modellen bei den Pistenski neu aufgestellt. Aber einen Slalom-orientierten Ski hattet ihr bis jetzt nicht im Programm?
Der K2 Speed Charger, K2 Super Charger und der neue K2 Turbo Charger sind hochsportliche Ski, die auf präparierten, harten Pisten zu Hause sind. Aber man muss keine Rennsport Vergangenheit haben, um mit den Chargern Spaß zu haben. Für uns stand diese Idee im Vordergrund: Du kannst, wenn du willst, richtig Gas geben oder locker den Berg hinunter carven und das auch noch am Ende eines langen Skitages. Der neue Turbo-Charger ist der Ski, der variabel zwischen kurzen und mittleren Radien spielt, aber nicht verbissen nur Schwung auf Schwung fahren muss.

Was unterscheidet die K2 Charger-Familie von den Race- und Slalom-Carvern anderer Hersteller?
Stankalla: K2 ist bekannt für seine intuitive Performance. Man findet sehr schnell die richtige Position auf dem Ski und weiß mit jedem Schwung, was der Ski macht. Bei Speed und Turbo Charger heißt das konkret, dass du sehr sportlich fahren kannst, du aber nie vom Ski überrascht oder gezwungen wirst, über deine Verhältnisse fahren zu müssen.

K2 ist nicht als Ausrüster im Weltcup-Zirkus aktiv. Wieso nicht?
Stankalla: K2 hat sich bereits um die Jahrtausendwende entschieden, aus dem Rennsport auszusteigen. Es war bereits damals absehbar, dass sich der Rennsport und das normale Skifahren in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Es stellte sich die Frage, ob wir viel Geld in den Rennsport stecken oder in die Entwicklung von Modellen, die das Skifahren trendig machen. Die Entscheidung fiel damals auf die Entwicklung von Freeride- und Allmountain-Modellen und K2 konnte über die Jahre sehr erfolgreich  viele Innovationen auf den Markt bringen und Trends setzen.

Wo du gerade Allmountain ansprichst. Die Konic-Reihe habt ihr komplett umgekrempelt: Wieso einen Allmountain wesentlich pistentauglicher umgestalten?
Stankalla: Wir beobachten den Markt und analysieren die Kundenwünsche. Daher haben wir den Shape der Ski komplett geändert, sind allerdings unserer Konic Technology treu geblieben. Der veränderte Shape macht den Ski bei der Schwungeinleitung wesentlich agiler. Der Konic-Kern erlaubt uns den verwendeten Holz-Titanal-Mix so auf dem Ski zu verteilen, um eine optimierte Abstimmung aus Sportlichkeit und variablem Handling zu erreichen - eben das, was der Skifahrer möchte.

Jetzt mal Hand aufs Rennfahrer-Herz: Privat eher Racecarvern oder ein iKonic Allmountainski?
Stankalla: Wenn es die Pistenverhältnisse und der Betrieb im Skigebiet erlauben, fahre ich liebend gerne unsere Charger Modelle, dann auch mal etwas schneller. Aber auch die iKonic Ski haben ausreichend Sport-Gene und die Vielseitigkeit der Ski überzeugt mich jedes Mal, gerade wenn wechselhafte Schneebedingungen herrschen.

Mehr über Stefan Stankalla erfahrt ihr hier.

 

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