Super Inhalt, Super Form: Die neuen E-Supershape-Modelle von Head

So ziemlich jeder, der schon auf ein paar Pisten dieser Welt unterwegs war, dürfte einmal die Ski der Supershape-Serie von Head gesehen haben oder sogar selbst gefahren haben. Head hat mit den Supershape-Ski einen modernen Klassiker geschaffen und ist seit Jahren extrem erfolgreich damit.

Der Erfolg ist absolut berechtigt: Die Supershape-Ski stehen nicht umsonst in dem Ruf, hohe Sportlichkeit mit vergleichsweise leichtem Handling zu verbinden. Außerdem ermöglichen es die verschiedenen Modelle der Serie so ziemlich jedem pistenorientierten Fahrer, den richtigen Ski für seine persönlichen Vorlieben zu finden, ob es nun elegante Kurzschwünge oder Hochgeschwindigkeits-Carven in langgezogenen Bögen auf der gesamten Piste ist.

Aber wie es sich im Skisport gehört, will sich das Entwicklerteam von Head nicht auf diesen Lorbeeren der letzten Jahre ausruhen und hat deshalb die Supershape-Serie für diesen Winter komplett überarbeitet und ihr sogar ein ganz neues (aber dennoch altbekanntes) Modell hinzugefügt.

Der neue EMC (Electric Management Circuit) von Head

Neben der geometrischen Form eines Skis ist sicherlich das, was in ihm drinsteckt am wichtigsten für das, was am Ende als Fahrverhalten rauskommt. Und Head hat in die neuen Supershapes etwas reingesteckt, was zumindest laut eigener Angabe das Fahrverhalten nochmals spürbar verbessern soll, nämlich das sogenannte EMC.

EMC steht für Electric Management Circuit und besteht aus zwei vor und hinter der Bindung unterhalb der Oberfläche montierten keramischen Piezo-Plättchen, von denen aus als Stromleiter Graphene-Karbon-Schleifen jeweils etwa zwanzig Zentimeter weit in Richtung der Skienden verlaufen, um am Ende in einem Graphit-Widerstand zu enden. Ziel des Ganzen ist es laut Head, die kinetische Energie, die während der Fahrt durch Durchbiegen und Verwinden entsteht, in elektrische Energie umzuwandeln.

Puh, das hört sich kompliziert an. Und wozu überhaupt das Ganze? Soll man sich jetzt schon während der Fahrt den Smartphone-Akku aufladen?

Nein. EMC ist eine Weiterentwicklung von Heads bisherigem „Kers“-System, bei dem die Piezoelemente nur am Heck platziert wurden, um den Ski am Schwungende einen Boost mitzugeben. Kers hatte also die Aufgabe, für zusätzliche Dynamik zu sorgen, EMC hingegen dient der Beruhigung der Skier. Beim Fahren bleibt es nicht aus, das ein Ski, je nach Fahrstil und Pistenbeschaffenheit in Schwingung gerät und sich in sich verbiegt, was zu einem schlechteren Griff und zu einem unruhigen, schlecht zu kontrollierendem Fahrverhalten führen kann. Durch EMC sollen diese plastischen Verformungen durch Vibration in elektrischen Widerständen abgedämpft werden, was wiederum den Kantengriff und die Skikontrolle erheblich verbessern soll. Mit anderen Worten: Die mit EMC ausgestatteten Ski sollen sich bei voller Fahrt selbst beruhigen.

So viel zur Theorie und zur höheren Physik. Aber uns interessiert natürlich vor allem, wie sich das Ganze auf der Piste auswirkt. Und man muss sagen: Ob es an dem neuen EMC liegt oder an anderen Bestandteilen der Ski wie etwa dem bis in die Schaufel verlängerten Holzkern, der Graphene-Einlage, der in der Mitte reduzierten Skihöhe, den dickeren Skienden, dem Vollholzkern oder der großflächigen Titanalschicht: die Ski der Supershape-Serie liegen allesamt auch schon bei einem geringen Aufkantwinkel erstaunlich satt und stabil auf der Kante, und strahlen auch bei hartem Aufkanten und hohen Geschwindigkeiten eine enorme Souveränität aus. Man hat auch das Gefühl, dass Schläge sich weniger bemerkbar machen und die Ski sich so sehr präzise und vorhersehbar fahren lassen.

Kurz: die neuen Supershape-Ski machen so viel Spaß, dass man an so etwas kompliziertes wie Piezo-Elektronik gar nicht mehr denken mag.

Gut in Form: Die neuen Supershapes von Head

Auch an der Geometrie ihrer Supershape-Ski hat Head sichtbar herumgedoktert. Auffällig sind vor allem die neuen, im Verhältnis zur Mittelbreite schmaleren Schaufeln, die nicht mehr ganz so aggressiv einziehen wie bisher und so insgesamt für ein harmonischeres Fahrverhalten sorgen.

Head Spershape E-Original und Head Supershape E-Speed: Klassiker für die Piste

Auffällig ist aber vor allem auch, dass die Supershape-Familie Zuwachs bekommen hat. Nämlich einen, der dem ein oder anderen durchaus bekannt vorkommen dürfte. Die Rede ist vom Head Supershape E-Original, der sich in seiner Form am rot-weißen Ur-Supershape orientiert und der fast schon als reinrassiger Slalom-Carver durchgehen kann. Die sehr schmale Mitte und der kleine Radius machen diesen Ski unglaublich agil und zur richtigen Wahl für alle, die den Kurzschwung lieben und einen sportlichen Ski suchen, der nicht überfordert.

Das Riesenslalom-Pendant zum E-Original ist der Head Supershape E-Speed, der, wie der Name schon sagt, vor allem in langen Radien und mit hoher Geschwindigkeit auf der Kante gefahren werden will. Aber obwohl er ein waschechter Race-Ski ist, erlaubt er auch eine hohe Agilität und geht spritzig und harmonisch in jede Kurve.

Head Supershape E-Magnum, Head Supershape E-Rally, Head Supershape E-Titan: Viekseitige Alleskönner

Mit seinem mittleren Radius ist der etwas breitere Head Supershape E-Magnum sicherlich der vielseitigste Ski der Supershape-Reihe. Leicht zu fahren, wendig und doch sportlich und laufruhig, wenn es mal etwas schneller werden sollte – kein Wunder dass der Magnum schon lange einer der beliebtesten Ski überhaupt ist.

Noch mehr in Richtung Allmountain-Ski geht der Head Supershape E-Rally, der mit seiner höheren Mittelbreite und seinem größeren Schaufelradius zwar nicht ganz so agil ist wie seine schmaleren Familienmitglieder, der aber mit jeder Art von Pistenverhältnissen, ob Eis oder Neuschnee oder zerfahrener Sulz problemlos zurechtkommt, vorausgesetzt der Fahrer verfügt über ein gewisses Fahrkönnen.

Noch deutlich breiter ist der neue Head Supershape E-Titan geworden. Wenn man mit ihm umgehen kann, wird dieses wuchtige Allmountain-Geschoss zu einem wahren Alleskönner, der perfekten Kantengriff auch auf Eis mit dem Auftrieb verbindet, den es braucht, um auch mal einen Abstecher ins Gelände wagen um den nachmittäglichen Sulz locker wegbügeln zu können.

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