Auf dem Weg zum komplett personalisierten Skischuh für jedermann

Früher sahen Ski und Skischuhe so aus: einfache Holzlatten ohne Vorspannung und dicke Lederbotten. Wenn man dagegen die Ski und Schuh von heute vergleicht, wird einem klar: da steckt eine Menge Arbeit und Tüftelei drin.

Die Anfänge der Firma Head

Auch am Anfang der Geschichte der Firma Head steht wissenschaftliche Tüftelei. Weil er das hohe Gewicht und die schwierige Handhabung der Ski nicht mehr hinnehmen wollte, entwickelte der Flugzeugingenieur Howard Head 1947 leichtere und leichter zu fahrende Ski. Nach drei Jahren intensiver Arbeit hatte er einen Ski mit Sperrholzkern, Aluminium-Sandwichplatten, Seitenwangen aus Kunststoff und durchgängiger Stahlkante auf die Piste gebracht, was bis heute einen Mindeststandard ausmacht. Dem Anspruch, Ski und Skischuh immer noch besser zu machen, ist sich Head bis heute treu geblieben. 

Weiterentwicklungspotenzial Skischuhe: Immer leichter und immer besser anpassbar

Generell lassen sich zwei große Themen bei der Skischuh-Entwicklung erkennen: Erstens: Die Hersteller versuchen, Skischuhe zu bauen, die möglichst leicht und dennoch stabil sind und eine gute Kraftübertragung gewährleisten. Und zweitens: Sie versuchen, die Passform und Anpassbarkeit der Schuhe bis zu einem Punkt zu verbessern, an dem sie fast schon maßgeschneidert sind, ohne wirklich maßgeschneidert zu sein.

Die neue Nexo Lyt Skischuh-Serie

Mit dem Nexo Lyt bringt Head in diesem Winter eine Skischuh-Serie auf den Markt, der beides sein soll: leichter und besser anpassbar. Dafür hat man sich gleich zwei neue Technologien ausgetüftelt: eine Schale mit Graphene und einen Innenschuh mit Liquid Fit.

Graphene für einen leichten und stabilen Skischuh

Bereits seit einigen Jahren verbaut Head erfolgreich in diversen Ski das Material Graphene. Dieser Erfolg kommt vor allem aus zwei entscheidenden Eigenschaften von Graphene: Es ist extrem leicht und extrem stabil, laut Head sogar „das leichteste Material der Welt“ und „200 mal stärker als Stahl“. Nicht umsonst wurde es nobelpreisprämiert.

Zum ersten Mal verbaut Head nun Graphene in diesem Winter auch in Skischuhen, etwa im Head Nexo LYT 120 G, im Head Nexo LYT 100 und in den Damenskischuhen Head Nexo LYT 100 W G und Head Nexo LYT 80 W G. Das pulverförmig verarbeitete Graphene wird dabei der Kunststoffrohmasse beigegeben, aus der die Schale des Schuhs geformt wird. In Kombination mit den Superleggera-Schnallen hat der Nexo Lyt mit weniger als 1400 Gramm pro Schuh ein extrem niedriges Gewicht.

Im Verbund mit der Smart-Frame genannten Bauweise und der Duo Flex-Technologie soll die Graphene-Schale nicht nur einen leichteren Skischuh, sondern auch bessere Kraftübertragungseigenschaften ermöglichen. Das heißt: Sowohl der Nexo LYT 120 G und der Nexo LYT 110 G als auch der Nexo LYT 100 W G ermöglichen dank progressivem und reaktionsfreudigem Flex eine präzisere Skikontrolle im ganzen Schwungverlauf – bei weniger Kraftaufwand.

Perfekte Anpassung der Nexo Lyt dank LiquidFit

Manche Lösungen sind so einfach, dass man sich fragt, warum da vorher noch niemand drauf gekommen ist.

Das Problem

Viele Skifahrer haben zwar am Vorderfuß einen mittleren Leisten, aber eine recht schmale Ferse und schlanke Fesseln. Die Folge: Skischuhe sind oft insgesamt zu eng oder sie sitzen zwar gut am Vorderfuß, in der Ferse aber nicht fest genug, wodurch es zu lästigem Spiel in der Ferse und unsicherer Fahrweise kommt.

Die Lösung

Head schafft mit LiquidFit die Möglichkeit, je nach individueller Fußform nachträglich Volumen in Fersen- und Knöchelbereich zuzuführen, um so den Halt zu verbessern. Im Klartext: um Knöchel und Ferse schmiegen sich im Innenschuh Taschen, in die man mithilfe von Injektionsröhren ein absolut ungiftiges, paraffinbasiertes Gel einbringen kann – und zwar genau so viel, wie es eben braucht. Das ganze dauert nicht länger als zehn Minuten.

Das Ergebnis

Sowohl der Head Nexo LYT 120 G und der Head Nexo LYT 110 G als auch der Head Nexo LYT 100 W G und der Head Nexo LYT 80 W schmiegen sich dem Fuß im entscheidenden Fersen- und Knöchelbereich genau an, ohne dass es zu einem unangenehmen Druckgefühl kommt. Sollte doch einmal zu viel Gel zugeführt und der Schuh dadurch zu eng geworden sein, kann es auch ganz leicht wieder abgesaugt werden.

Fazit:

In Verbindung mit dem komplett individuell anpassbaren und sehr formstabilen Schalensystem FormFit und dem thermoverformbaren PerfectFit 3D-Innenschuh ist Head dem Ziel aller Ziele einen Schritt näher gekommen: dem komplett personalisierten Skischuh für jedermann.

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