Das ultimative Ski-ABC

Mit unserem Ski-ABC erklären wir die wichtigsten technischen Fachbegriffe für den Skikauf:

Rocker
... wird immer mit dem Ziel verbaut, die Drehfreudigkeit des Skis zu verbessern. Er beschreibt für Pistenski eine verlängerte Schaufelaufbiegung, die bereits am breitesten Punkt des Skis beginnt und bis in die Skispitze reicht. Der Vorteil dieser Konstruktion ist eine Art Servolenkungseffekt. So dreht ein Rocker-Ski in 180 cm Länge in etwa so leicht wie ein herkömmlicher Ski in 160 cm Länge, ohne dabei in Kurven an Laufruhe einzubüßen. In der Summe gibt es aber so viele verschiedene Rocker-Bauweisen wie es Skitypen gibt.

Sidewall
... nennt man die Seitenwange des Skis. Sie sorgt nicht nur für die Langlebigkeit des Skis, sondern ist unter anderem auch für die Dämpfung der Kante verantwortlich.

Woodcore
... ist der Holzkern. Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen. Als Vollholzkern (full Woodcore) oder als Teil-Holzkern. Der Holzkern ist das Herz des Skis und entscheidet durch seine Zusammensetzung oder Bauform deutlich über die Fahreigenschaften.

Torsionssteifigkeit
... beschreibt, wie stark sich ein Ski um die Längsachse verdreht, wenn er in der Kurve gefahren wird. Je höher die Torsionssteifigkeit, desto exakter hält der Ski die Spur, aber desto weniger Fehler des Fahrers verzeiht der Ski.

Camber
... nennt man die Vorspannung des Skis.

Sandwich-Bauweise
… hat nichts mit belegten Broten zu tun, sondern beschreibt, dass verschiedene Werkstoffe wie etwa Holz, Metall, Carbon oder Glasfasergelege sinnbildlich wie Brot, Salat und Käse übereinander gestapelt werden und bei hohem Druck und Hitze miteinander verpresst werden. Das kann auf verschiedenste Weise und mit unterschiedlichen „Zutaten“ passieren, was am Ende zu sehr unterschiedlichen Fahreigenschaften des Skis führt.

Sidecut
... ist die Taillierung bzw. sind die Maße des Skis. Die Taillierung gibt Ihnen Aufschluss darüber, für welche Schwungradien der Ski konzipiert wurde. 126-69-111 (Schaufel-Skimitte-Skiende in mm) ist z. B. eine klassische Taillierung für Slalom-Ski. 116-71-102 ist z. B. eine klassische Riesenslalom-Ski-Taillierung. Ein Taillierung für einen All Mountain-Ski ist im Groben eine Riesenslalom-Taillierung, nur über die gesamte Skilänge etwas breiter (129-81-109). Es gibt aber auch Mischformen wie eine Multiradius-Taillierung, die sich aus einer Slalom-Schaufel und einem Riesenslalom- Skiende zusammensetzt. Für Freestyler im Funpark gibt es, damit das Rückwärtsfahren nicht zum Problem wird, auch symmetrische Sidecuts, wie etwa 116-85-116.

Flex
... ist die Härte/Durchbiegung des Skis. Der Flex ist ein Punkt, um die Sportlichkeit eines Skis zu bestimmen. Grob gesagt: Je härter der Flex, desto sportlicher, je weicher, desto komfortabler ist ein Ski.

Rebound
... ist die Rückstellkraft/der Rückprall des Skis. Der Rebound beschreibt das Rückfedern des Skis nach einer Kurve. In der Kurve wird der Ski durchgebogen (gespannt wie ein Bogen). Bei der Entlastung am Kurvenende folgt der Rückprall des Skis in die Ausgangsposition. Je stärker ein Rebound ist, desto sportlicher ist auch meistens der Ski. Und je schwächer der Rebound ist, desto komfortabler lässt sich ein Ski fahren.

Fazit:
Aus allen oben genannten Begriffen bzw. Eigenschaften und deren „Mischungsverhältnis“ ergeben sich die Fahreigenschaften eines Skis. Es sind also Zigtausende von Optionen denkbar, die zu unterschiedlichsten Skicharakteren führen. Es gibt also keine guten und schlechten Ski, aber nicht jede Kombination passt zu jedem Skifahrer.

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.